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Neugraben Online – Wir sind Neugraben

6. Februar 2014

Neugraben im Jahr 2030

Wie kann und soll Neugrabens Zentrum im Jahr 2030 aussehen? Die steg veranstaltet ein erstes Treffen, um Zukunftsperspektiven zu besprechen.


Wie kann und soll Neugrabens Zentrum im Jahr 2030 aussehen? Die steg veranstaltet ein erstes Treffen, um Zukunftsperspektiven zu besprechen. Dienstag, den 25.02.2014 um 18.30 Uhr in der Michaelis-Kirchengemeinde. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich, aber Jugendliche sind sehr willkommen, bitte bei daniel.boedecker@steg-hamburg.de anmelden.

Wie so oft bei dieser Art von Veranstaltung sind auch die Teilnehmer wahrscheinlich zum Großteil schon im Rentenalter, wenn die dann hoffentlich entstehenden Visionen verwirklicht werden könnten. Es wäre interessant zu erfahren, was die jüngere Generation zu diesem Thema zu sagen hat und welche Interessen bestehen. Vielleicht entwickeln sich so ganz neue Ideen, die mehr der Lebenswirklichkeit und den Wünschen der Heranwachsenden entsprechen.

Drei Szenarien mit verschiedenen Nebenwirkungen werden als Anregung vorgeschlagen: Viel Wohnen und wenig Öffentlichkeit, Billigläden und Kultur hinter verschlossenen Türen, Desinteresse und staatlich geförderte Abwechslung.

Perspektive 1

Der Zuzug vieler Menschen nach Hamburg führte nicht nur zu einer vollständigen Besiedlung des Elbmosaiks. Auch viele Baublöcke um die Marktpassage herum haben vor vielen Jahren für vielgeschossige Wohngebäude Platz gemacht. Die Wohnungen sind sehr attraktiv und bieten Familien ein neues Zuhause, in direkter Nachbarschaft zu betreutem Wohnen. In den Erdgeschossen haben sich Ärzte für Kinder und Senioren niedergelassen. Seniorentreffs und Kindertagesstätten sind auch dabei, das Miteinander der Generationen wird von sozialen Einrichtungen begleitet. Kioske und ein Lebensmittelmarkt versorgen die Bewohner, alles andere bringen Lieferdienste. Somit hat sich Neugraben auch in seinem Kern zu einem einladenden Wohnquartier verändert. Das Stadtteilzentrum mit seinen Geschäften, Einrichtungen und Gastronomien hat sich in der Folge aber aufgelöst, was das öffentliche Leben vor Ort weitgehend zum Erliegen brachte.

Perspektive 2

Das hohe Alter der Geschäftsinhaber und fehlende Nachfolger führten zur Aufgabe vieler traditioneller Geschäfte. Vermietern fehlt das Geld für nötige Umbauten und Sanierungen, so dass notvermietet wurde. Schnellimbisse, Kulturvereine, Spielhallen, Wettbüros, Ein-Euro-Läden, Handyshops und ähnliches sind nun vor Ort. Viele haben durch abgeklebte Scheiben und grelle Neonreklame eine Atmosphäre geschaffen, die viele von einem Besuch abhält. Einkaufen war einmal. Nun prägen Menschen das Bild, die aus den sozialen Netzen der Gesellschaft fielen. Zahlreiche Einrichtungen nehmen sich ihrer an, das Bürgertum der Mittelschicht zog sich aber zurück und findet in gesicherten ‚Oasen‘ wie Vereinen, Clubs, Shopping-Centern und Freizeitanlagen Zeit zum Müßiggang.

Perspektive 3

Viele Geschäfte mussten aufgeben, da die Kasse nicht mehr stimmte. Die Vermieter haben durch erhebliche Investitionen und großem persönlichen Risiko in ihre Gebäude investiert und attraktive Flächen geschaffen. Aber die Mobilität in der Gesellschaft, aus Individualismus heraus oder aus beruflichen Gründen, nimmt weiter zu. Anonymität ist die Folge. Man kennt den Ort nicht an dem man lebt, nicht die Menschen – und tätigt seine Erledigungen online. Das Interesse an einem Stadtteilzentrum erlischt. Zunehmende Arbeits- und Pendelzeiten, Freizeitstress und das Gefühl des Ausgelaugtseins lassen keine Gelegenheit, den Stadtteil kennen zu lernen und sich am Gemeinwesen zu beteiligen. So prägt großer Leerstand das Zentrum, die Stadt Hamburg bemüht sich, die freien Flächen durch geförderte Projekte zu bespielen und Menschen wieder zu ‚erden‘. Dieser Prozess ist kostspielig und kann nur mit Not aufrecht erhalten werden.

Valentin

Tags: Freizeit Politik Stadtteil

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